Modell-Curriculum in diesem Kontext meint, dass das Curriculum in seinem Aufbau und seiner Ausführung ein Vollständiges, in sich geschlossenes Curriculum darstellt, aber leicht adaptierbar für andere Rahmenbedingungen und Bedürfnisse ist.
Jedes Problem basierte Modell-Curriculum Careum besteht übergeordnet aus drei Teilen: Dem konzeptuellen Rahmen, der Ausbildungsstruktur und den Ausbildungsinhalten.
Der konzeptuelle Rahmen
Der konzeptuelle Rahmen zeigt die prägenden Elemente des Problem basierten Modell-Curriculums Careum und ihre Vernetzung:
- Bestimmungen
Gesetzliche Vorgaben des Bundes und des Kantons bestimmen die pädagogische und fachliche Konzeption, die Ausbildungsstruktur, die Ausbildungsinhalte sowie die betriebliche Organisation.
- Verständnis der Fachrichtung
Das Verständnis der jeweiligen Fachrichtung prägt den beruflichen Inhalt der Ausbildung sowie das Handeln und Verhalten der an der Ausbildung beteiligten Lehrpersonen. Grundlagen des jeweiligen Berufverständnisses sind die der Profession eigenen wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien, ihre ethischen Werte, die in der Praxis bewährten Erfahrungen, sowie die neuen Erkenntnisse in den Bezugswissenschaften des jeweiligen Berufes.
- Verständnis Pädagogik
Das Verständnis Pädagogik beschreibt die pädagogisch-didaktischen Grundsätze des Lehrens und Lernens für die drei Lernbereiche Schule, Training und Transfer und berufliche Praxis. Die Theorie des Problem basierten Lernens prägt die Lern- und Lehrformen, die Lern- und Lehrmittel sowie die Rahmenbedingungen für das individuelle Lernen. Die an der Ausbildung beteiligten Fach- und Lehrpersonen richten ihr berufliches Verhalten und Handeln nach den Grundsätzen des gemässigten Konstruktivismus aus.
- Konzeption Lernen und Lehren
Die Lernformen PBL (Problem-based Learning) im Lernbereich Schule sowie das Skillstraining im Lernbereich Training und Transfer verlaufen entsprechend den ihnen eigenen Schritten. Das Lernen im Lernbereich berufliche Praxis baut seine Ausbildungskonzeption weitgehend auf dem Ansatz des Modells „Cognitive Apprenticeship“ auf. Die Lern- und Lehrmittel, das Assessment und die geeignete Infrastruktur unterstützen das individuelle Lernen im Sinne des Blended Learning (Lernen mit neuen Medien).
Die Fähigkeit der Vernetzung und des Transfers von Wissen, Erfahrung, berufliche wie persönliche Skills auf verschiedene theoretische wie reale Problemsituationen wird durch diese Lernformen gefordert und gefördert.
Die Ausbildungsstruktur
Die Ausbildungsstruktur beschreibt den Ausbildungsplan, den Baukasten des modularen Bildungssystems und die Organisationsform der Ausbildung.
Der Ausbildungsplan zeigt die Aufteilung der Ausbildungszeit zwischen dem Einsatz im Lernbereich berufliche Praxis und im Lernbereich Schule.
Die Ausbildung wird mit den entsprechenden Credits (European Credit Transfer System ECTS) dokumentiert.
Organisatorisch ist die jeweilige Ausbildung in thematische Blocks â 4-6 Wochen in Basis-, Aufbau- und Vertiefungsblocks aufgeteilt.
Bemerkenswert ist, dass sich die beiden Lernformen PBL und Skillstraining ergänzen und die ausgewählten Lerninhalte mehrspezifisch aufgreifen, dass das relevante Wissen und Können fächerintegrativ gelernt und vernetzt wird und dass weitere Lernformen wie Vorlesungen, Rollenspiele, Projektarbeit usw. ergänzend eingesetzt werden können. Jeder Block schliesst mit einer Prüfung ab.
Die Ausbildungsinhalte
Die Problem basierten Modell-Curricula Careum sehen thematische Blocks vor. Die Ausbildungsinhalte stützen sich auf reale Praxissituationen der einzelnen Pflegefelder und erlauben das Erreichen der Ausbildungskompetenzen.
Für weitere Informationen zur Entwicklung oder zum Erwerb der Problem basierten Curricula wenden Sie sich bitte an:
Careum F+E
+41 (0)43 222 50 50
F-und-E@careum.ch Drucken
